Als vor ein paar Jahren Google mit dem Abbilden der Städte begann, da regte sich in Deutschland eine riesige Protestwelle. Jeder war dagegen, keiner wollte sein Haus bei Google Street View sehen. Viele haben es auch tatsächlich gemacht, sie haben Beschwerde bei Google eingelegt, sodass ihre Häuser aus dem Programm genommen wurden.
Doch als im Dezember Facebook, laut ALEXA die größte und wichtigste Internetseite, eine Funktion zur automatischen Gesichtserkennung installierte, hat kaum einer aufgeschrieben. Dies lag wohl zum einen daran, dass Facebook diese Aktion mehr oder weniger geheim aufgerollt hat, aber auch daran, dass viele User von Facebook gar nicht wissen, was sie da so alles machen.
Doch nicht alle waren inaktiv. Eine kleine Gruppe von EU-Abgeordneten, die sich mit dem Datenschutz beschäftigen, haben dieses Rollout sehr ganz beobachtete und sind jetzt zum Entschluss gekommen, dass Facebook seinen User besser hätte informieren müssen. Das Rollout sei einfach nur gemacht worden und verletzte somit den Datenschutz, erklärte die Arbeitsgruppe um G.Lommel.
Genauso wie auch Google bei Street View die Leute beruhigen wollte, so versucht das Facebook jetzt auch. Laut ZDNet lies Facebook folgendes verlauten: “Wir schlagen die Tags vor, um Nutzern dabei zu helfen, ihre Freunde in ihren Fotos zu erkennen. Das ist etwas, das derzeit mehr als 100 Millionen Mal täglich passiert. Die Vorschläge werden nur gemacht, wenn neue Fotos hochgeladen werden, und es werden nur Freunde vorgeschlagen. Wenn jemand nicht möchte, dass sein Name vorgeschlagen wird, kann er das Feature in den Privatsphäreeinstellungen deaktivieren.” (Q)
Somit stellt sich doch echt die Frage, ob nicht Facebook das neue Google ist. Auf jeden Fall ist Facebook DAS Social Network. Vielleicht sollten sich die Leute mal überlegen, ob man das Internet nicht mit etwas mehr Bewusstsein für Privatsphäre benutzen sollte.


[...] des Monats haben wir bereits einen Beitrag mit dem Titel “Facebook ist das neue Google ?!” geschrieben. Darin wurde der neuste Vorstoß in die Privatsphäre des Social Networks durch [...]