In Europa hat man glücklicherweise nur auf eine Technik im Mobilfunk gesetzt: GSM. Doch in Staaten wie den USA haben die verschiedenen Netzanbieter teilweise neben GSM auch auf den CDMA-Standard gesetzt, was dazu geführt hat, dass in den USA allein aus technischen Gründen das iPhone nur bei AT&T angeboten wurde.
Mit dem iPhone 4 hat Apple (auch wenn nicht direkt beim Verkaufsstart) den größten Konkurrenten von AT&T – Verizon – ins Boot geholt und damit die beiden größten Netzbetreiber der USA als Partner und damit etliche neue Kunden gewonnen. Dennoch kann man allein wegen der technischen Barrieren der verschiedenen Empfänger – Verizon setzt auf CDMA, AT&T wie die Anbieter in Europa und auch vielen anderen Ländern weltweit auf den GSM-Standard – nicht einfach wechseln und benötigt ein komplett neues iPhone (woran Apple natürlich wieder verdient).
Mit dem neuen iPhone soll es nach einem Bericht von Techcrunch dieses Problem nicht mehr geben, da beide Sendemodi unterstützt werden. Laut AppleInsider soll das Baseband – also das Modem des Smartphones – auch nicht mehr von Intel sondern von Mobilfunkspezialist Qualcomm kommen, der für den CDMA maßgeblich verantwortlich ist und das entsprechende CDMA-Baseband für das Verizon iPhone beigesteuert hat. Während diese Änderung in Europa nicht so viel bewirkt, da wir hier einen einheitlichen Standard haben, so ist diese Kombination gerade für Leute, die viel reisen sicherlich praktisch, da man sich nun keine Sorgen mehr machen muss, dass das überteuerte Smartphone wegen einer scheinbaren Kleinigkeit auf einmal im Ausland nicht geht.
Allerdings bedeutet dies auch, dass voraussichtlich kein 4G/LTE für deutlich schnellere Internetanbindung mit bis zu 100 Mbit/s dabei sein wird. Da aber auch diese Technik noch nicht sehr fortgeschritten ist, und in Deutschland erst Anfang letzten Jahres die dafür benötigten Frequenzen versteigert wurde, ist das vermutlich für die meisten verschmerzbar.





