Apple will Schulbücher vertreiben

iBooks 2 für digitale Schulbücher
Apple hat im letzten Keynote angekündigt, eine Schulbuch-App für seinen Tablets herauszubringen, um einen ganz eigenen Beitrag zu Unterrichtsgestaltung zu leisten. Apple-Lösungen sind bekannt dafür, smart, schlank, und Zukunftsweisend zu sein. Die Frage ist, ob der Technologie-Riese das Unterrichten genauso modernisieren kann, wie den Handel mit Musik-Dateien.
Verträgt Bildung einfache Lösungen?
Hier liegt zugleich ein Nachteil der Idee: So sehr Apple Gründer Steve Jobs daran interessiert gewesen sein mag, die Schule nachhaltig positiv zu beeinflussen, so sehr dürfte es die Marketing-Abteilung des Konzerns interessieren, einen neuen schier unerschöpflichen Absatzmarkt zu erschließen. Nicht nur ist der Handel mit Schulmaterialien durch den Bedarf an kontinuierlich aktualisierten Materialien äußerst lukrativ, auch die Gewöhnung eines so sensiblen Klientels wie Kindern und Jugendlichen ist eine sehr wirkungsvolle und nachhaltige Werbestrategie – Produktbindung von klein auf eben. Der Bildung eines Menschen sind vorgefertigte Rundum-Lösungen leider nicht zuträglich. Unsere Lehrpläne fordern das Ausbilden selbstständig denkender Bürger, die aktiv am demokratischen Leben teilnehmen. Dieses Ziel wird kein einzelnes Gerät erreichen, egal wie attraktiv sein Lernangebot ist. Zum Lernen gehören die Erfahrung von Schwierigkeit, von Fehler und Berichtigung sowie das eigenständige Lösen von Problemen. Schule, die mit der Zeit geht und interaktiven Unterricht anbietet, der die neuen Medien integriert, ist auf dem richtigen Weg. Doch diese Art von Unterricht ist mit Hilfe kreativer, engagierter Schüler und Lehrer unabhängig von einer einzelnen Marke und im Zweifelsfall auch ohne Apple möglich.
“(ii) if your Work is provided for a fee (including as part of any subscription-based product or service), you may only distribute the Work through Apple and such distribution is subject to the following limitations and conditions: (a) you will be required to enter into a separate written agreement with Apple (or an Apple affiliate or subsidiary) before any commercial distribution of your Work may take place; and (b) Apple may determine for any reason and in its sole discretion not to select your Work for distribution.”


