Auch dieses Jahr wird auf der Medienwoche 2012 im Rahmen der IFA wieder viel Besprochen. Unter dem Thema “Digitale Werte – Vernetzung, Wettbewerb und neue Zugänge zu den Inhalten” wurde zwischen Conrad Albert, Vorstand ProSiebenSat.1, Marcel Düe, Gründer von Tweek, Matthew Glotzbeck, Managing Director YouTube EMEA, Dr. Norbert Himmler, Programmchef ZDF, Dagma Reim, Intendatin rbb und Claire Tavernier, FMX, unter der Leitung von Frank Thomsen, stern.de, diskutiert. Gerade die Vermischung von Fernsehen und Internet stand im Focus der Diskussion. Hierbei wurde insbesonders auf die Rolle von Google, in Form von YouTube, eingegangen. Dadurch entstand eine hitzige Debatte, insbesondere zu dem Thema der Rechtesicherung von Contentanbieter im Digitalen Raum.
Die Zeit dränkt, denn die Geschwindigkeit ist mit Youtube und generell mit Rich-Media Anbietern im Internet so rasant gestiegen, das konventionelle analoge Medien da nur schwer mithalten können.
Contentanbieter müssen in irgendeiner Form auf den Zug aufspringen, bevor die Chancen im digitalen Raum für diese ungenutzt bleiben.
“Es ist 5 vor 12″, hieß es vom ProSiebenSat.1 – Rechtsvorstand und unterstreicht damit die dringliche Lage der Medienpolitik. Gleichzeitig wurde aber auch auf die Rolle der Politik in diesem Kontext verwiesen. Es kann nur eine Entscheidung in der Medienpolitik geben, wenn die Medien mit der Politik arbeiten und umgekehrt. Es kann nicht sein, dass es unterschiedliche Regularien für jede Medienform gibt, obwohl der Inhalt und die Publikationsmethode gleich ist. Warum darf YouTube unendlich Werbung einblenden und die privaten Anbieter unterliegen der 12-Minuten-Werbegrenze? Solche Fragen wurden besonders aus der Ecke der Contentanbietern laut, die damit gegen die Internetanbieter wetterten.
Der Ablauf und die Facetten der Diskussion wurden während der Veranstaltung in einer Diskussion zusammengefasst. Jedoch wurde in dieser Diskussion sehr schnell klar, dass das Thema zu groß ist für eine kurze Diskussion, sodass jegliche Themen nur angeschnitten werden konnten.


