Ein teures Gamingvergüngung: Razer Deathstalker

Auf der Gamescom diesen Jahres in Köln hat die erfolgreiche Gaming-Peripherie-Marke Razer erstmals das Keyboard Deathstalker und die 2.1 Kopfhörer Kraken und Kraken Pro der Weltöffentlichkeit präsentiert. Wir durften dort die Neuvorstellungen direkt mal antesten.

Razer Deathstalker Ultimate

Razer Deathstalker

Bei der Deathstalker-Tastatur handelt es sich nur zum Teil um eine wirkliche Neuvorstellung, denn bereits vor einem Jahr hatte man ebenfalls auf der Gamescom die exklusive offizielle Star Wars: The Old Republic Tastatur vorgestellt, die bis auf einige optischer Elemente identisch mit der Deathstalker ist. Hauptunterscheidungsmerkmal zu traditionellen Gamingtastaturen ist der Touch-Display, der auch als Maustrackpad genutzt werden kann, sowie die 10 programmierbaren Tasten darüber, denen frei wählbar Symbole zugeordnet werden können. Diese optionale Eingabemöglichkeit nennt Razer Switch Blade UI und hat im Razer Blade Gaming-Notebook erstmals Premiere gefeiert.

Verarbeitung

IMG_0796Die flachen Tasten haben einen guten Druckpunkt und sind trotz ihrer niedrigen Höhe gut zu drücken. Etwas eigenwillig ist die verwendete Schriftart, jedoch gewöhnt man sich daran schnell. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Verkabelung mit einer stabilen verdrehten Hülle, die sich nicht störend bei der ersten Gelegenheit verdreht. Dank der weichen Unterlage für die Handballen kann man auch bequem längere Spielsessions mit der Tastatur abhalten. Die schwarze Ablage im Bienenwaben/Carbon-Look sieht dabei elegant und edel aus ohne die Blicke vom eigentlichen zu ziehen. Dank Anti-Ghosting-Funktion, die bis zu 10 Anschläge gleichzeitig ermöglichen können soll, verliert man auch in hektischen Spielen die Eingaben.

Software

Als Treiber wird der universelle Razer Treiber mit Synapse 2.0 eingesetzt. Die Cloud-Funktion Synapse 2.0 ist dabei fester Bestandteil und synchronisiert alle Einstellungen inklusive Makros, wenn man mit der eigenen oder fremden Ausrüstung an einem neuen Rechner sich lediglich mit seinem Razer-Account im Treiber einloggt, sodass man immer mit den gleichen ausgeklügelten Einstellungen gewohnt zocken kann. Anstelle eines traditionellen Tastenblocks ist das wahre High-Light der Tastatur die von Razer genannte Blade UI, die ähnlich der Anzeige von Logitechs G15 und G19 verschiedene Daten anzeigen kann.

Bei der Blade UI handelt es sich um eine Kombination aus Trackpad wie man es beispielsweise von Notebooks kennt und zehn in zwei Reihen angeordneter Tasten. Da sowohl das Trackpad als die Tasten der Blade UI über einen Bildschirm verfügen, können sie via Treiber entweder als zusätzliche Funktionstasten inklusive eigener Icons genutzt werden oder aber mit kleinen Programmen komplett für neue Informationen bereitstehen.

Blade UI mit Battlefield 3 Profil

Blade UI mit Battlefield 3 Profil

Von Razer bereits entwickelt sind Anwendungen für die gängigen Social Networks wie Facebook und Twitter, über die man beispielsweise Screenshots vom aktuellen Spielgeschehen direkt teilen kann, aber auch die eher eingeschränkt sinnvolle Wiedergabe von YouTube-Videos. Für Spiele dürften die Timer-Funktionen und potentiell Zusatzinfos zu Gegenständen etc. besonders interessant sein. Da man bei Razer viel in die Community setzt, hat man ein SDK für potentielle Entwickler bereit gestellt, welches in den Sprachen C# und C++ läuft. So freute sich Razer-Gründer Min-Liang Tan bei der Präsentation schon auf eine Reddit-App. Übrigens kann man auch die Blade UI ganz traditionell als Nummernblock benutzen.

Farbspiel

Wie bei den meisten höherwertigen Tastaturen haben die Tasten eine Hintergrundbeleuchtung, die es auch bei Dunkelheit gut möglich macht die Tasten zu erkennen (wobei man als Pro-Gamer vermutlich die Tastaturbelegung auch im Schlaf kennt). Der universelle Razer Treiber erlaubt es hierbei die Farben bequem den eigenen Bedürfnissen anzupassen und umfasst dabei das gesamte Farbspektrum. Die Übergänge gehen dabei fließend in einander über. Über den Treiber kann man außerdem jede einzelne Taste einzeln belegen und bei Bedarf auch abschalten um somit das ungewollte Drücken von falschen Tasten zu unterbinden. Hierbei sind Profile für verschiedene Anwendungen und Spiele möglich, sodass beim Wechsel auch die Tastenbelegung sich intelligent anpasst.

Preis

Die Razer Deathstalker Ultimate ist eine Gaming-Tastatur durch und durch. Normalerweise braucht man zum normalen Arbeiten keine zusätzliche programmierbare Anzeige oder ebenfalls voll anpassbare Tastatur. Diese ganze Technik hat seinen Preis und so schlägt das Keyboard mit ganzen 249€ zu Buche. Wer nicht so viel ausgeben möchte und dennoch das die Funktionen von Synapse 2.0 und den Einstellmöglichkeiten haben will, der sollte sich entweder andere Tastaturmodelle von Razer anschauen oder den kleinen Bruder der Deathstalker Ultimate ansehen: Mit der Deathstalker Expert gibt es eine abgespeckte Variante ohne Touch Blade UI und den 5 Funktionstasten an der linken Seite für einen Preis von 79,99€. Für den Preis bekommt man bereits schon eine Logitech G15, die zusätzlich einen programmierbaren Display und mehr Funktionstasten bietet. Die klaren Linien der neuen Designlinie von Razer und die hochwertige Verarbeitung sprechen in meinen Augen dann aber doch eher für das Razer-Modell.

Pascal Heidmann
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

Ein Kommentar zu “Ein teures Gamingvergüngung: Razer Deathstalker”

  1. [...] der Razer Gamingtastatur Deathstalker haben wir auch das ebenfalls auf der Gamescom vorgestellte Kraken Pro Headset antesten [...]

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