Toshiba Excite Pro mit Tegra4 SoC im Test

Wenn man sich aktuell ein beliebiges Smartphone oder Tablet anschaut, so ist dort fast ausschließlich ein Chip von Qualcomm oder in den günstigeren Geräten einer von MediaTek verbaut. Toshiba ist einer der wenigen Hersteller, der Nvidias Tegra4-Chips in der Excite Tabletserie verbaut hat. Gepaart mit dem hochauflösenden Bildschirm mit 2560×1600 Pixeln und dem dazugehörigen Tastatur-Case ein guter Grund für uns das Toshiba Excite Pro exemplarisch für die Plattform mal genauer anzusehen.

Ausstattung
Unser Testgerät ist das Toshiba Excite Pro (AT10LE-A-10D) mit 10,1″ Bildschirm und hat in dieser Variante ein Case mit einer integrierten Standard-Bluetooth-Tastatur beigelegt. Mit der Excite Write-Version gibt es alternativ auch einen Stift wie bei Samsungs Note-Phablets und Tablets. Der integrierte Speicher von 32 GB kann per Micro-SD-Karte erweitert werden, darüber hinaus kann auch per OTG-Kabel ein USB-Stick oder eine Maus/Tastatur etc angeschlossen werden. Die rückseitigen Stereo-Lautsprecher von harman/kardon liefern bei Musik einen akzeptablen Klang, sind aber weder wirklich laut und haben einen leicht blechernen, schrillen Klang, der aber trotzdem einen gewisses Gefühl von Raumklang erzeugt. Um auch das Bild an externe Geräte zu senden, hat Toshiba einen Micro-HDMI Anschluss verbaut und dem Tablet eine WiDi/Miracast Zertifizierung spendiert. Abgerundet wird das ganze mit der für Videotelefonie und Selfies geeigneten 1,2 MP Frontkamera sowie der 8 MP Hauptkamera inklusive LED-Blitzlicht.

Display
Das Tablet hat einen für Tablets üblichen 10,1 Zoll-Bildschirm, der mit 2560×1600 Pixeln (~299 dpi) angenehm hoch auflöst und keine Wünsche bezüglich der Schärfe übrig lässt, etwaige Treppeneffekte treten nicht auf. Die Farben und die Blinkwinkel sind gut, doch für meinen Geschmack lässt die Helligkeit und der Kontrast etwas zu wünschen übrig. So kann beispielsweise das Nexus 5 die Helligkeit etwas stärker herunter regeln, aber bei Bedarf auch deutlich heller werden. Da der Display leider jedoch eh stark spiegelt und anfällig für Fettflecken ist, wird die Helligkeit wohl eher weniger ein Kriterium sein, denn bei starker direkten Sonneneinstrahlung kann man so oder so mit dem Toshiba-Tablet leider nicht vernünftig arbeiten.

Software
Toshiba liefert das Tablet mit Android 4.2 aus, wobei unser Testgerät bereits Android 4.3 installiert hat. Da man sich bei Toshiba glücklicherweise entschlossen hat, den Trend zu folgen und keine schlecht durchdachten Oberflächenmodifikationen an Android vorzunehmen, sollte das Update nicht mehr all zu lange auf sich warten lassen, auch wenn hier Platzhirsche wie Samsung, HTC, LG, Sony und Motorola ihre Topgeräte mit teilweise sehr aufwendigen Veränderungen auf Android 4.4 KitKat aktualisiert haben.
Bereits vorinstalliert sind dennoch schon einige Apps, deren Sinn jedoch sich in Grenzen hält. Neben der verpflichtenden Google Apps sind sowohl einige populäre Apps wie Amazons Kindle, eBay, Facebook, Twitter und Evernote als auch eine ganze Reihe Toshiba-Apps vorinstalliert. Mit der auf dem Excite Pro vorinstallierten ThinkFree Office App kann man die üblichen Office Funktionen nutzen, leider ist die Schrifterkennung des Excite Write mit Stift anscheinend nur auf diesem installiert.
Während die Oberfläche nicht selber verändert wurde, hat Toshiba unter Anderem eine DTS-zertifizierte Audioverbesserungsfunktion, die deutlich hörbare Unterschiede liefert und unter anderem Außengeräusche per Phasenverschiebung negieren versucht, eine Kamera-Optimierung und einen Stromsparmodus eingebaut, bei dem man zwischen zwei vordefinierten und einem nach eigenen Wünschen angepassten Profil auswählen kann.

Pascal

ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests.

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