Nokias Hoffnung: N9

Der finnische Konzern Nokia hat gestern das neuste Smartphone aus ihrem Haus vorgestellt: das N9.

Die Ähnlichkeit des Namens des N9 zum N900 ist nicht zufällig, schließlich läuft auf dem Handy der Maemo-Nachfolger MeeGo 1.2. Das N9 ist am besten als 3,9″ reiner Touchscreen beschrieben, da bis auf die Lautstärke und Kamera-Buttons an der Seite überhaupt keine Knöpfe vorhanden sind.

Unter dem mit 854 x 480 Pixel (WVGA) auflösenden AMOLED-Display werkelt ein OMAP 3630 1GHz Prozessor mit Grafikchip im Zusammenspiel mit 1GB RAM und 16 GB oder 64 GB interner Flashspeicher. Wie man bereits im Produktvideo sehen kann, wurde der Zeiss-Kamera ein hoher Stellenwert zugemessen, die mit ihren 8 Megapixel Weitwinkelaufnahmen bei einer Blende von F2.2 auch bei schlechten Lichtverhältnissen erzielen soll. Außerdem ist mit ihr eine Filmaufnahme in 720p möglich. Ebenfalls ist ein NFC-Chip eingebaut.

Das Handy misst 116.45mm x 61.2mm x 7.6-12.1mm (durch die gewölbte Oberfläche) bei einem Gewicht von 135g und ist in Schwarz, Zyanblau und Magenta erhältlich. Neben der bereits aus anderen Nokia-Smartphones bekannten Navigationssoftware haben die Finnen noch 3 Spiele (Angry Birds, Galaxy on Fire 2 und Real Golf 2011) sowie Dolby-Kopfhörer für einen hervorragenden Klang beigelegt. Eine Integration von Twitter und Facebook sind auch gegeben. Das ganze wird durch einen standesgemäßen Multitouch-fähigen Browser komplettiert.

Mit einer Akkulaufzeit von 50 Stunden beim Musikhören, 11 beim Telefonieren und rund 4,5 beim Filmeschauen übertrifft es das N900 auch deutlich, welches seiner Zeit stark mit der kurzen Akkulaufzeit zu kämpfen hatte.

Preise und Erscheinungsdatum sind bislang nicht bekannt, aber nach bisheriger Auskunft soll der Release noch dieses Jahr sein und dürfte preislich wahrscheinlich bei um die 500€-600€ anzusiedeln sein.

 

Ob Nokia mit dem auf MeeGo/Maemo-basierenden System jedoch die Zukunft sieht, oder ob die Aussage des Nokia-Chefs bei der Mobilkonferenz Uplinq, dass es auf einen Kampf der Ökoysteme aus Hardware & Software zusammen und nicht einzelner Bestandteile zwischen den 3 großen Wettstreitern (Android, iOS und Windows Phone) hinauslaufen wird, viel mehr so zu sehen ist, dass mit dem N9 zwar ein schickes und leistungsstarkes Handy produziert wurde, was jedoch in Zukunft im Rahmen der engen Zusammenarbeit zwischen Nokia und Microsoft mit Windows Phone nicht weiter fortgeführt wird. In jedem Fall lässt Nokia weiterhin mit einem Handy mit Windows Phone 7 auf sich warten. Denn trotz allem ist Nokia nach wie vor der größte Handyhersteller der Welt, auch wenn der Start in die Multitouch-Smartphone-Ärea mehr als nur verschlafen wurde und das doch schon etwas in die Jahre gekommene Symbian (aber trotzdem am weitesten verbreitete Betriebsystem) für eben diese Zwecke nicht mehr unbedingt so ganz geeignet ist.

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

4 Kommentare zu “Nokias Hoffnung: N9”

  1. [...] dem auf MeeGo-basierenden N9 gesellen sich jetzt erste Bilder der in Rahmen der Zusammenarbeit von Microsoft und Nokia [...]

  2. [...] findet sich ein Portal zum Entdecken von Web-Apps, die also völlig unabhängig ob man ein iPhone, Nokia N9, Motorola XOOM, oder LG Optimus Speed besitzt im Browser laufen. Das Portal kann man auf dem [...]

  3. [...] und das als Smartphone OS komplett ungeeignete Symbian endgültig entsorgt hat. Auch ist mit dem N9 der Ausflug in MeeGo/Maemo beendet. Im Rahmen der Umgestaltung hat man auch in der Führungsetage [...]

  4. [...] der iPods, iPads und fast aller Smartphones wie eben das iPhone, das Galaxy S2 oder das neue Nokia N9.Mit Hilfe dieses Patents ist also den Anwälten von Apple eine mächtige (Rechts-)Waffe in die Hand [...]

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