Googles nächstes Kaufobjekt für Patente

 

Nortel

Als letztens das insolvente Unternehmen Nortel, dass mehr als 6000 Patente aus dem Mobilfunkbereich besaß, eben diese Patente versteigerte, haben sich quasi alle IT-Größen auf diese gestürzt. Google hatte mit Summen wie $1.902.160.540, $2.614.972.128 und $3,14159 Milliarden verschiedene mathematische und physikalische Konstanten aufgegriffen, am Ende gewann jedoch die Gruppierung um Googles Erzfeinde Microsoft und Apple (Google ist dennoch gleichzeitig einer der größten Kunden von Apple). Auch wenn die Gebote von Googles Seite in ihrer Form eher als Hohn gegenüber der wegen angeblicher Patentverletzung jegliche Innovation behindernden Konkurrenten aufgenommen werden können, wird das von Google energisch bestritten. Man hätte zwar sehr gerne die Patente ersteigert um somit auch mehr gegen Apple, Oracle & Co in der Hand zu haben, aber auch ein Unternehmen wie Google hat wie die Konkurrenz nicht unbegrenzt Geld weswegen man sich dann darauf beschränkt habe den Preis wenigstens nach oben zu drücken.

In einem Blog-Eintrag von Google heißt es bezüglich des Engagement bei der Auktion, dass Google ein noch recht junges Unternehmen sei und deswegen nicht über ein mit den anderen vergleichbares Portfolio besitzt und auch sonst ein starker Verfechter eines erneuerten Patentsystems ist, aber durch eine Vergrößerung zurzeit die beste Möglichkeit sieht sich gegen die Forderungen anderer durchzusetzen. Im Interview mit Techcrunch hat Googles Senior Vice President Kent Walker dazu mit ironischen Unterton gesagt, dass Google sich hierbei nicht wie bei den regelmäßigen Einkäufen von Firmen mit kompetenten Entwicklern und ihrer Technologie bereichern sondern sich mit den Patenten viel mehr das Recht erkaufen würde wie die Konkurrenz die Innovationen anderer zu behindern.

InterDigital bald Teil von Google?

Nach verschiedenen Gerüchten hat aber Google bereits die nächste (Patent-)Goldquelle gefunden: Der Patenttroll InterDigital soll wohl von Google geschluckt werden, was bedeuten würde, dass Google auf einen Schlag auf über 8.800 neue Patente im Bereich der Mobilfunkstandards wie 3G/4G besitzen würde, die sich auch bequem gegen die Konkurrenz aus Cupertino einsetzen lassen würde. Deswegen verwundert es wohl auch nicht, dass eben dieser Patenttroll seine große Chance sieht und möglicherweise eher Teile der Patente an verschiedene Konzerne lizenziert und sich damit eine goldene Nase verdient - für Google wäre das Besitzen mit dem aktuellen Patentsystem jedoch auf jeden Fall komfortabler. Die Aktie von InterDigital ist jedenfalls bereits einiges mehr an der Börse wert.

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

Ein Kommentar zu “Googles nächstes Kaufobjekt für Patente”

  1. [...] die aktuellen Patentklage durch die Konkurrenz zu Wehr zu setzen, indem man gezwungener Maßen das Patentportfolio durch Aufkauf von InterDigital erweitert und dann effektiver mit Gegenklagen zurückschlagen kann, wenn es denn sein [...]

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