Adobe bringt Flash 11 und AIR 3 für PC, Android, Blackberry und iOS

Software-Hersteller Adobe, mit seiner Creative Suite aus Photoshop, Flash und weiteren Programmen Industriestandard im Bereich der Kreativen, hat die nächste Version von Flash und dem darauf aufbauenden AIR-Framework angekündigt. Flash 11 und AIR 3 sollen nun komplett Hardware-Beschleunigt laufen und dadurch eine Renderingverbesserung um den Faktor Tausend bewirken, was sich insbesondere im Bereich von Spielen sehr willkommen sein dürfte, da diese nun laut Adobe Effekte und Animationen auf Konsolenniveau bieten können. Seit einigen Jahren gibt es bereits etliche Browsergames, die in Flash laufen, doch deren 3D-Leistung sind eher bescheiden, weswegen man in dieser Branche zunehmend auch auf andere Technologien stürzt.

Neben der Geschwindigkeit hat man für das Streaming von Videos wichtige Komponenten erweitert: Neben einer verbesserten Lizensierung (DRM) sollen nun auch mobile Plattformen wie Androidhandys oder iPhones Filme innerhalb von Flash mit voller Framerate abspielen. Insgesamt hat man den Fokus verstärkt auf die mobilen Endgeräte gesetzt, da man nun auf den iOS-Geräten mit Flash in Form von der AIR Runtime erleben kann. Die Blockade von Apple, Flash auch im Browser abzuspielen, besteht zwar weiterhin, doch durch die Laufzeitumgebung AIR können Entwickler mit dem selben Quellcode Anwendungen für die gesamte Palette von Plattformen schreiben, die im Falle von iOS zwar noch cross-compiliert werden, aber ansonsten innerhalb von AIR laufen.

Innerhalb von AIR-Anwendungen sollen auch native Bibliotheken verfügbar gemacht werden, die weitere Geschwindigkeit bedeuten und plattformspezifische Zusatzfunktionen zugänglich machen. Dazu zählen unter anderem die NFC-Nutzung für verschiedene Android-Geräte, Gyroskop/Beschleunigungssensor, Lichtsensoren und mehrere Bildschirme. Zusätzlich sind nun auch ganz offizielle 64-Bit Versionen für Windows, Linux und Mac OS verfügbar, die bislang mit Flash 10 nur in einer Beta-Version zugänglich gemacht wurden und nahezu keinem Support hatten (man musste selber updaten etc.)

Adobe hat in seiner Ankündigung aber auch deutlich gemacht, wie man die Zukunft des Webs sieht: Die Produkte Dreamweaver und das neue Tool Edge sollen die Funktionen für HTML5-Anwendungen bereitstellen, während Teile der Website (beispielsweise im Bereich des Filmverleihs per Streaming) nach wie vor mittels Flash und nicht dem äquivalenten HTML5-Funktionen realisiert werden. Mit AIR hat man außerdem ein Werkzeug für die Entwicklung von “nativer” Apps, wo allerdings die Grenze zwischen Webbrowser und nativer Anwendung stark verschwimmt.

via heise

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

Ein Kommentar zu “Adobe bringt Flash 11 und AIR 3 für PC, Android, Blackberry und iOS”

  1. [...] Standards für beispielsweise fixierte Elemente zu realisieren. Adobe hat mit dem Tool Edge bereits erste Alternativen für Flash in HTML5 in gewohnter Adobe-Qualität geliefert und die [...]

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