Übernimmt Amazon den schwächelnden Blackberrry-Hersteller RIM?

Darf man einem Bericht der Nachrichtengruppe Reuters glauben, so hat der Versandhändler Amazon bereits im Sommer über eine mögliche Übernahme des von schlechten Absatzzahlen und

Blackberry Playbook

Das Blackberry Playbook - ein Schnäppchen ?

sinkenden Marktanteil geplagten Smartphone-Herstellers RIM, bekannt für seine Blackberrys, verhandelt. Dies kommt nach einem gewaltigen Wertverlust von über 75% in den letzten 12 Monaten und Bestrebungen einiger Aktienhalter, den Konzern komplett oder in Teilen zu verkaufen und somit für die Aktienbesitzer einen Gewinn zu erzielen.

Doch RIM möchte nicht verkaufen und lieber selbstständig seine Probleme lösen, sodass die Firmenchefs bereits eine Reduzierung ihrer Gehälter auf einen symbolischen Dollar angekündigt haben. Allerdings sind diese Einsparungen eher vernachlässigbar klein, bedenkt man allein die fast eine halbe Milliarde hohen Abschreibungen für die gefloppten Playbooks. Insgesamt möchte man den Konzern um strukturieren und verstärkt auf die Sonderfunktionen wie das Blackberry Message System setzen.

Auch wenn die beiden Konzerne keine Stellungnahme zu dem Gerücht einer möglichen Übernahme abgaben, gehen wohl die Verhandlungen über mögliche Zusammenarbeit weiter. So könnte die Integration von Amazons Musikservice weiter für die Blackberry-Nutzer ausgeweitet werden.

Neben Amazon haben auch verschiedene Investmentbanker versucht Konkurrenten wie HTC und Samsung angesichts der gigantischen Übernahme von Motorola durch Google davon zu überzeugen dem gleichzuziehen, da diese jedoch bereits mit Lizenzverträgen für Googles Android-System und Microsoft Windows Phone (und im Fall von Samsung mit dem hauseigenen Bada) mehr als gut versorgt sind, scheint hier kein Interesse zu bestehen.

Für Amazon wäre eine Übernahme vermutlich auch ähnlich des Google-Motorola-Deals hauptsächlich wegen der Patente relevant, da beispielsweise Amazons Kindle Fire eine äußerst ähnliche Hardware wie das gefloppte Playbook von RIM aufweist und bereits jetzt mit Verkaufszahlen von über 6 mio. Exemplaren zwar noch mit gebührenden Abstand hinter Apples iPad liegen, aber ansonsten den Markt der Nicht-iPad-Tablets anführt. Der Amazon Android Appstore, welcher vor den Gesprächen bereits im März eröffnet wurde, und der auf Android 2.3 aufsetzende Kindle Fire eBook-Reader und iPad-Konkurrent zeigen auch eine starke Neigung für Googles System und nicht für RIMs QNX, allerdings wird dieses auch in der Version 2.0 Android-Apps nutzen können.

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Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

Ein Kommentar zu “Übernimmt Amazon den schwächelnden Blackberrry-Hersteller RIM?”

  1. [...] Amazon sowie Redcoon, welcher übrigens zur Satrun- Media-Markt Gruppe gehört, bieten zurzeit das Blackberry Playbook 64-GByte für 400 Euro an, welches sich als echtes Schnäppchen erweist. Zum Vergleich [...]

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