Angetestet: Angry Birds Star Wars

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Nach längerem Teasen hat Rovio das neuste Angry Birds veröffentlicht: Angry Bird: Star Wars ist lose im Star Wars Universum verankert und baut das Spielprinzip um neue Vögel aus, die an echte Figuren aus der Filmserie angelehnt sind.

Der neuste Teil von Angry Birds ist für Android, iOS, Windows Phone und klassischen PC draußen. Spielerisch ist als Angry Birds Erfahrener Spieler bereits alles bekannt, wie üblich müssen die Vögel per Schleuder auf die Schweine geschossen werden und alle erwischen um zu gewinnen. Dabei bedient sich Rovio größtenteils an bereits aus Angry Birds: Space bekannte Spielmechanismen wie der unterschiedlichen Schwerkraft verschiedener Himmelskörper und kombiniert dies mit einigen klassischen Levels.

angry-birds-star-wars-gameplayNeuerungen

Wie bereits eingesprochen, gibt es vom reinen Gameplay im 5. Angry Birds Teil nicht viele Überaschungen, größtenteils orientiert man sich technisch an die Schwerelosigkeit und den Anzugsfeldern der Himmelsköper vom Vorgänger Angry Birds: Space, nur das ganze nun halt mit offiziellem Star Wars Flair. Anstelle der bekannten Vögel kommen nun welche vor, die zum Beispiel an Luke Skywalker, Han Solo, Obi-Wan sowie die beiden Roboter R2D2 und C3PO erinnern. Diese haben alle entsprechend ihrer Figur Spezialfähigkeiten, die Schweine sind Vertreter des Imperiums.

Umfang

Zum Umfang gehören bislang Wüstenplanet Tatooine, der Todesstern, “Path Of The Jedi” auf Dagobah mit Yoda und die üblichen Bonus-Level. Dazu soll bald der aus Episode V bekannte Eisplanet Hoth kommen. Die bislang mitgelieferten drei Szenarien umfassen jeweils 40 Level, wobei der Todesstern erst nach erfolgreichem Abschluss von Tatooine freigeschaltet wird. Zumindest in der von mir getesteten Android-Version muss man

Alle bislang freigeschaltete Star Wars Figuren in Angry Birds

Alle bislang freigeschaltete Star Wars Figuren in Angry Birds

außerdem für Dagobah noch mal 1,79€ bezahlen, wie das auf den anderen Plattformen bei der dort grundsätzlich kostenpflichtigen App aussieht, kann ich nicht sagen.

Insgesamt gibt es bislang 8 verschiedene Vögel und verschiedene Gegner, welche teilweise sich hinter Laser-Geschützen verstecken. Insgesamt bekommt das Thema der Lichtschwerter, Laserpistolen und der Macht einen großen Teil eingeräumt, denn häufig muss man beispielsweise mit Han Solo mit einem Feuerstoß die Schweinchen über Ecken abschießen, die man sonst nicht erreichen könnte. Das Star Wars Universum in Angry Birds: Star Wars beschränkt sich auf die grobe Haupthandlung von den ersten drei gedrehten Episoden von Star Wars, also Star Wars IV bis VI. Am Ende vom Todesstern wartet mit Darth Vader sogar eine Art Endgegner, der mit seinem Machtfeld Steine in die Luft hält und somit sich effektiv dahinter verschanzt.

Grafik & Sound

Grafisch macht Angry Birds: Star Wars nichts neues, wie bisher gehabt steuert ihr das Geschehen von der Seite in einer platten comichaften 2D-Perspektive. Richtiges Star Wars Feeling kommt auf, wenn beim Starten der App uns die bekannte Zeile “A long time ago in a far, far galaxy…” (“Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis”) inklusive der berühmten Star Wars Titel-Melodie im Startbildschirm entgegentönt. Insgesamt ist die Soundkulisse für ein recht primitiven Spiel wie Angry Birds gelungen, denn dank Lizenzierung sind neben der Titelmelodie auch die charakteristischen Sounds der Laserschwerter und Schüsse mit von der Partie.

Ebenfalls passend hat man die Hintergründe von echten Szenen genommen und die von Star Wars bekannten Übergänge von oben oder der Seite zwischen den einzelnen Levels genutzt. Bei den Zwischensequenzen zwischen den verschiedenen Leveln hat man jedoch gespart und nur statische Bilder, die maximal von einem Zoomen aufgelockert werden. Daher kann man sich natürlich nicht mit aufwändigen 3D-Spielen wie beispielsweise Shadowgun vergleichen - obwohl Angry Birds: Star Wars wie auch die vorherigen Teile leider ähnlich hohen Akkuverbrauch bedeutet wie eben diese eigentlich deutlich grafiklastigeren 3D-Spiele.

Preis, Zusatzinhalte und Werbung

Angry Birds gibt es für alle relevanten Plattformen, wobei die Preise stark variieren. Unter Android gibt es das Spiel wie üblich umsonst mit Werbefinanzierung sowie eine kostenpflichtige HD-Version für 2,69€, auf den anderen Plattformen iOS und Windows (Phone) 8 zahlt man zwischen 89 Cent und ganzen 4,95€. Wie Rovio im eigenen Blog berichtet, hat es gerade mal 2,5 Stunden gedauert, bis das Spiel auf Platz 1 bei iTunes war, doch das reicht nicht aus, denn das Spiel wird weiter als Cash Cow genutzt.

Aus dem Mighty Eagle aus vorherigen Teilen wird der Mighty Falcon, also Han Solos Raumschiff der Millenium Falke. Diese kann man zwar geringfügig im Spiel freispielen, doch diese sind stark begrenzt - Rovio will schließlich, dass ihr die für echtes Geld nachkauft. Wie gehabt ist auch wieder die allseits beliebte Werbung, die einen Großteil des Energieverbrauchs für Angry Birds ausmacht, zumindestens in der Android-Version präsent und kann gegen eine kleine Gebühr von 99 Cent deaktivieren. Unschön: falls ihr nicht zahlen wollt, müsst ihr euch mindestens einmal pro Tag mit dem Internet verbunden haben, denn sonst beendet sich die App ohne irgendeinen Hinweis einfach!

Fazit

Auch wenn Angry Birds: Star Wars nicht viel neues zu der Serie bringt und das gänzliche Spielprinzip beibehält, ist es aus meiner Sicht das beste: Das Spiel ist mit bislang 2 + 1 “Kampagnen” noch sehr mager, doch die Star Wars Elemente lassen einen sich sofort “zu Hause” fühlen. Schön ist außerdem, dass man sowohl das klassische Schwerkraftprinzip aus den älteren Teilen und die alternativen Schwerkraftfelder von Angry Birds: Space abwechselnd verwendet und so die Level deutlich mehr Varianz haben. Ein bitterer Nebengeschmack bleibt trotzdem bestehen, da man für Werbung, Dagobah und die deutlich effizienteren Millenium Falcon noch mal extra zahlen darf.

Download

Außerdem für Windows PC für 4,95€

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

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