Browser-Updates: Firefox und Chrome kriegen jede Menge neue Funktionen spendiert

Firefox und Chrome haben in den letzten Tagen beide etliche Neuerungen auf verschiedenen Plattformen spendiert bekommen - Zeit die ganzen Neuerungen mal zusammen zu fassen:

Fangen wir einfach mit Firefox an:

  • Den Mozilla-Browser gibt es jetzt auch in einer für die Metro UI Windows 8 Oberfläche angepassten Version. Zwar bislang nur im Nightly Channel, aber das heißt, dass die Funktion voraussichtlich in den nächsten 2-3 Versionszyklen (Firefox 21/22) fester Bestandteil ist.
  • Ebenfalls neu ist seit Version 19 der direkt integrierte PDF-Reader, der in den meisten Fällen das Acrobat-Plugin bzw. den Start eines externen PDF-Viewers obsolent macht. Da dieser jedoch bislang noch nicht so schnell ist wie der “volle” Reader und auch weniger Funktionen bietet, mag es vielleicht den einen oder anderen von euch stören, dass immer der in JavaScript geschriebene Viewer startet. Dafür müsst ihr lediglich in den Einstellungen für PDFs die Verknüpfung ändern:

    So einfach geht's im Firefox wieder den Adobe Reader zu nutzen: In den Einstellungen unter Anwendungen für das "Portable Document Format (PDF)" im Drop-Down-Menü den Punkt "Adobe Acrobat" bzw. "Adobe Reader" oder einen anderen PDF-Viewer auswählen. Alternativ kann man auch direkt das Plugin für die Darstellung innerhalb des Browsers auswählen oder von Fall zu Fall entscheiden

    Unter Einstellungen für PDFs im Drop-Down-Menü Adobe Reader / Adobe Acrobat oder anderen PDF-Viewer auswählen

  • Des weiteren unterstützt jetzt auch der Firefox das WebRTC-API, welches bereits vor einiger Zeit von Google in Chrome und bei Opera eingebaut wurde. Damit sind VoIP-Telefonate und ähnliches ohne Plugins direkt im Browser möglich und benötigen nur für den Verbindungsaufbau einen Server. Neben der Demo zwischen Firefox und Chrome-Entwickler hat Mozilla auch auf der MWC Telefonie zwischen Festnetz und dem Browser präsentiert, was unter anderem für Firefox OS interessant ist

  • Firefox OS steht in den Startlöchern. Die Telekom bringt das ALCATEL ONE TOUCH FIRE im Sommer zwar nicht nach Deutschland, aber immerhin nach Polen. Ein amateurhaft wirkendes Video der Telekom zeigt eine Preview des Geräts, welches wie eine dickere Version der älteren iPhone-Generation wirkt. Das Betriebssystem selber ist scheinbar noch ein wenig verbuggt, läuft aber ansonsten flüssig trotz schwacher Hardware. Wer Firefox OS selber einmal ausprobieren will, kann das mittlerweile ganz einfach mit dem Firefox OS Simulator Addon für den Firefox machen. Zu den Launch-Apps gehören unter anderem Spotify und Twitter, als Kartenlösung setzt man auf Nokias HERE Maps.
  • Zu guter Letzt ist auch die neue Beta-Version vom Firefox für Android ordentlich erweitert worden. Dazu zählen endlich “Private Tabs” (die auch auf dem Desktop endlich so erweitert wurden, dass nicht die aktuelle Session beendet werden muss, sondern wie unter Chrome einfach im separaten Fenster angezeigt werden) und eine überarbeitete Oberfläche in der Holo-Optik. Im Rahmen der “Private Tabs” wurde oben auch ein Reiter eingebaut, mit dem man direkt zwischen den normalen, den privaten und den synchronisierten Desktop-Tabs hin & her springen kann, darüber hinaus verändert sich die Oberfläche in ein deutlich dunkleren Farbton und der Menüknopf oben wird bei einem aktiven privaten Tab Lila anstelle sonstigen Grau. Ebenfalls neu scheint die Möglichkeit, Lesezeichen auf den Desktop zu platzieren, aber es kann auch sein, dass ich das einfach bislang übersehen habe.

Neuerungen bei Chrome

  • Chrome OS startet durch - wohl auch dank des neuen Fenstermanager und App-Launcher. Das neuste Gerät in der Linie der Chromebooks ist das von Google selber entwickelte Chromebook Pixel, welches mit i5-Prozessor, ungewöhnlichem 3:2 Format des hochauflösenden Bildschirms und einem mit 1200$ ungewohnt teuren Preis aus der Menge der Notebooks heraussticht.
  • Bei Chrome OS hat man zuerst die neuen Benachrichtigungen in Design von Google Now eingeführt, die gibt es jetzt auch im normalen Desktop-Chrome. Ebenfalls übernommen wurde die Sprach-API.
  • Während Google der Beta-Version von Chrome für Android Audio-Support für Tabs im Hintergrund spendiert hat, gibt es für die Desktop-Version bald ein kleines Symbol im Tab, wenn der entsprechende Tab etwas von sich gibt - hoffentlich dann auch bald fürs Smartphone

  • Last but not least: wir haben zwar schon vor kurzem darüber berichtet, aber Browserhersteller Opera ist von der eigenen Presto-Rendering-Engine auf Webkit umgestiegen, genauer auf die Open Source Variante von Chrome Chromium.

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

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