Windows 8.1 Blue: was wird verändert und wieso ist das auch notwendig

Source: http://www.microsoft.com/presspass/imagegallery/images/products/windows/windows8/screenshot_startScreen_page.jpg

Als Windows 8 vor einem halben Jahr veröffentlicht wurde, zeigte sich Microsoft sehr erfreut über eine große Nachfrage und verbuchte damit den Start des Betriebssystems als geglückter Neustart des Systems auf Touchscreens. Doch mit dem Ende des aggressiven Einstiegspreises sind die Verkaufszahlen quasi zusammengebrochen und Meldungen des IDCs sorgen für Spekulationen, ob das System an den großen Einbruch der PC-Verkäufe schuld ist.

Zum Glück arbeiten die Microsoft Mitarbeiter schon seit der Veröffentlichung an einem Nachfolger bzw. einem Servicepack namens Windows Blue, dass viele der Kritikpunkte beheben soll. Bislang sind folgende Details bekannt bzw. scheinen nach Analysen einer geleakten Vorabversion eingebaut in das Update eingebaut werden:

Feiner anpassbares Design

Bereits jetzt kann man wie unter Windows Phone und in Teilen in den Windows Vorgängern die Optik des Systems farblich anpassen. Mit Windows Blue kann man nun auch per Farbtabelle weitere fein abgestimmte Designs erstellen. Davon betroffen sind unter anderem auch die Hintergrundbilder des Startbildschirms der Metro Oberfläche.

Einstellungen ohne Wechsel in den klassischen Desktop

Viel angemerkt wurde die Verteilung der Systemsteuerung und andere Einstellungen zwischen moderner und klassischer Desktopoberfläche. Jetzt finden sich fast alle Einstellungen direkt in der Metro UI und wechseln nicht mehr zurück auf den klassischen Desktop.

Rückkehr des Startknopf & direktes Booten in den klassischen Desktop

Ein großes Problem für viele Nutzer gerade im Geschäftsbereich ist das Fehlen von geeigneter Metro Apps für ihre Arbeit, dennoch startet man grundsätzlich in die Metro Oberfläche, und auch zum Starten von Anwendungen muss man immer in einen ganz anderen Bildschirm wechseln. Abhilfe liefern mittlerweile zwar eine ganze Reihe an Tools, doch wirklich aus einem Guss und mit offizieller Unterstützung ist das ganze natürlich nicht. Im Leak wurde eine twinui.dll inklusive Hinweisen auf eine Wiederkehr des Startknopfs gefunden - man kann also hoffen ;)

Das Design von Windows Blue lässt sich nun mit eigenen Farben besser anpassen

Das Design von Windows Blue lässt sich nun besser anpassen

Besseres Multitasking mit Metro-Apps

Bereits jetzt kann man 2 App nebeneinander positionieren. An der Limitierung von 2 Apps hält man leider fest, doch die Trennlinie zwischen den beiden Apps lässt sich nun wenigstens frei verschieben.

[Update 21.4.2013]:

Kiosk-Modus

Wie in einem mittlerweile schon dritten Leak findet sich nun auch noch ein Kiosk-Modus, wie er für Präsentationsgeräte praktisch ist. Damit wird dann eine vorher ausgewählte App automatisch beim Login gestartet und lässt sich nicht einfach beenden.

 

Weitere wünschenswerte, aber bislang nicht bestätigte Verbesserungen

Optionale(re) Gesten

Bereits jetzt sind Gesten (zumindest mit Tastatur) zum Glück nicht zwingend. Dennoch wird der Großteil der Nutzer nicht alle der alternativen Shortcuts kennen oder immer nutzen. Gerade die Gesten zum Multitasking + Schließen von (Metro-)App oder der Lockscreem sind mit der Maus alles anderen als intuitiv. Hier muss Microsoft unbedingt nachbessern um insbesondere Gelegenheitsnutzer ohne Touchscreen nicht zu verschrecken.

Metro-Apps im klassischen Desktop

Für Multitasking und vor allem einen weicheren Übergang wäre eine Darstellung der Metro-Apps im klassischem Desktopfenster sehr praktisch - die Voraussetzungen sind bereits durch das .NET-Framework und HTML5 als Grundlage für die Metro-Apps gegeben.

 

Fazit

Man kann durchaus sagen, dass Microsoft sich mit dem Start direkt auf den Desktop auf dem richtigen Weg befindet. Die starke Präsens im Spielemarkt und in der Business-Welt hat Microsoft bislang immer wieder trotz grotiger Systeme wie Windows ME oder Windows Vista vor einem gnadenlosen Absturz bewahrt, doch da sich mittlerweile der Support für kritische Lücken für Windows XP für Bestandsgroßkunden bereits im letzten Jahr befindet und somit auch diese Kunden umgestiegen sind oder es noch müssen, sollte Microsoft aufpassen, wie man mit Windows 8 und Nachfolger umgeht. Vermutlich ist der Start für diese Kundenschicht nicht in die Hose gegangen, da man ja auch genauso gut auf Windows 7 umsteigen konnte und ein bislang noch deutlich produktiveres System hatte, womit Windows 8 wieder mal ein Betatest anhand vom Privatpersonen war.
Doch genau das ist eigentlich ziemlich traurig, da etliche wirklich durchdachte Funktionen auch für Poweruser mit Windows 8 eingeführt wurden, die jedoch bislang noch von der zu starken Fokussierung auf den Touchbereich nicht so zur Geltung kommen können wie sie es sollten.
Insbesondere die auf dem normalen Rechner ohne Touchscreen nicht intuitiven Gesten haben mich so trotz dem sonstigen positiven Gefühl gegenüber der Plattform und vorhandener Lizenzen vom Umstieg abgehalten - leider.

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

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