Facebook: #Hashtags, RSS-Reader, weniger Werbung und Einblick ins neue Rechenzentrum

Beim sozialen Netzwerk Facebook wird mal wieder ordentlich iteriert, wobei man anders als die meisten anderen Änderungen in letzter Zeit abseits von der Graph Suche und dem vielleicht ja auch mal irgendwann ausrollenden Redesign des Newsfeeds wirklich neue Features einführt. Darunter fallen unter anderem Unterstützung von Hashtags und nach dem Ableben von Googles Reader auch vermutlich ein RSS-Reader.

Hashtags in der Facebook Suche

Hashtags in der Facebook Suche

#Hashtags

Hashtags, also eine Verschlagwortung mit dem Rautezeichen #, welches im Englischen hash heißt, gibt es schon lange bei Twitter, Google+ und anderen Netzwerken und ermöglichen das einfache Suchen und Filtern nach Inhalten zu bestimmten Themen. Die Anfang des Jahres vorgestellte Graphsuche, die eure Nutzerdaten sehr übersichtlich zusammenstellt und zum Verknüpfungen verschiedener Daten geradezu auffordert, ist zwar eine deutliche Verbesserung zum Suchen von Informationen über andere Mitglieder im Netzwerk, doch bislang war sie wie die alte Suche zum Suchen nach Posts zu bestimmten Themen ungeeignet. Aktuell sind Hashtags und die Graphsuche noch mehr oder weniger separate Produkte, doch vermutlich wird Facebook die Hashtags in die Graphsuche integrieren, sodass ihr euch sicher bald auch alle Beiträge aus eurem Freundeskreis mit einem bestimmten Hashtags aufzählen lassen könnt. In diesem Sinne solltet ihr aber auch unbedingt noch einmal eure Privatsphäreneinstellungen vor der weitflächigen Einführung der Graphsuche anschauen - auf was ihr da besonders achten müsst und das ganze schnell hinter euch habt, haben wir euch in diesem Artikel zusammengestellt. Die Hashtags werden bislang nur auf dem Desktop als Link angezeigt.

RSS-Reader

Ein Like aus Eis

Eisige Like beim Rechenzentrum in Lulea

Die RSS-Feeds werden zwar nicht mehr so viel genutzt, doch die Abschaltung von Google Reader im Juli und die vielen Reaktionen im Web zeigen den Bedarf nach dieser Art von Medienkonsum. Scheint so, als wenn Facebook das erkannt hat, denn die Zukunft liegt bekanntermaßen nicht nur noch in der einfachen Suche sondern vor allem auch in der sozialen Komponente, und Facebook zu einem weiteren Anlaufpunkt für die Erkundung des Webs zu nutzen kann ja auch nur im Sinne von Facebook sein. Die vor fast 2 Jahren eingeführten Reader-Apps waren ja recht kläglich gescheitert, nachdem viele große Publikationen mit aggressiver Datensammelwut und Spam unangenehm aufgefallen sind und Facebook schließlich die Notbremse zog. Für den möglichen RSS-Reader gibt es laut Tom Waddington, der schon vor 2 Monaten von der Einführung der Hashtags berichtete, verschiedene Hinweise in den Schnittstellen und Seitenquellcode von Facebook

Werbung auf Facebook

Die Werbung auf Facebook wird zwar nicht weniger, aber zumindest die Anzeigeformate. Facebook plant rund die Hälfte der verschiedenen Werbeformate abzuschalten und mit den anderen zusammenzuführen. Das dürfte uns als Nutzern helfen, denn teilweise sind gesponserte Posts und legitime Inhalte nur schwer zu unterscheiden und auf Seiten der Werbenden ist zu viel Auswahl und Streuung. Hoffen wir also, dass durch die Änderung vielleicht doch weniger Werbung den Newsfeed unterbricht, denn bereits jetzt sind beispielsweise im mobilen Bereich bei den meisten rund 1/5 der Posts Werbung. Von aggressiven Werbeformaten wie automatisch abspielenden Videos oder gar Layerads, die sich über die Seite legen ist zum Glück weiterhin nichts bei Facebook zu sehen, und die aktuellen Geschäftszahlen mit rund 300 Millionen Gewinn machen solche Schritte bislang auch nicht nötig.

Blick auf die Server Racks im Rechencenter in Lulea

Blick auf die Server Racks im Rechencenter in Lulea

Neues Rechenzentrum in Schweden

In Schweden hat man ein neues Rechenzentrum eröffnet. Dieses ist in der Stadt Luleå, die mit einer Durchschnittstemperatur von 2°C ideale Kühlung liefert und das Rechenzentrum mit einem PUE-Wert von 1,07 hervorragende Werte beim Energieverbrauch aufweist. Hier werden 93% der Energie direkt genutzt und nur 7% in Form von Wärme ungenutzt abgegeben. Traditionelle Rechenzentren schaffen meist gerade einmal einen PUE-Wert von 1,5, sind also deutlich ineffizienter. Ermöglicht wird das über das von Facebook gegründete Open Compute Project, welches Blaupausen und Best Practices für hocheffiziente Serverfarmen als Open Source veröffentlicht. Auf der Facebook-Fan-Seite vom neuen Rechenzentrum hat man ausgiebig Fotos von den Serverracks und dem Bau gepostet.

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

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