SimCity Klone auf Android & iOS: Paradise Island&Millionaire City

Bei der Suche nach einem neuen Spiel für mein Android-Handy habe ich mich auf die Community verlassen und gleich 2 gratis Spiele angetestet, die man getrost als SimCity Klone bezeichnen kann.

Beide sind sehr erfolgreich im Android-Market und in der Kategorie “Kostenlos” sortiert nach Downloads in den Top 10 zu finden.

Das erste Spiel, was ich vorstellen möchte, heißt Millionaire City und erinnert optisch sehr stark an die ersten original SimCity Spiele wie SimCity 2000. Man führt seine Firma, die verschiedene Wohnhäuser bauen muss, die Miete einbringen (man kann sich seine Mieter auswählen, die unterschiedlich viel einbringen), einige Geschäfte, die anhand der Wohnhäuser und deren Bewohner unterschiedlich viel Gewinn einbringen sowie Bäume und einige Statuen und besondere Gebäude, die die Mieten steigern. Doch dazu gleich mehr

Beim zweiten Spiel handelt es sich um die aktuelle Nummer 2 der kostenlosen Spiele im Android-Market, dem Spiel Paradise Island, was uns (zumindest optisch) eine Reise auf eine bis dahin einsamen Insel schickt, damit wir dort ein Ferienort mit Attraktionen, Vergnügungsanlagen und Unterkünften für die regelmäßig per Sealiner eintreffenden Touris errichten. Das ganze wird in einer putzig-cartoonigen Optik mit strahlenden Farben präsentiert und lässt sich wirklich gut steuern.

Update: für Tipps&Tricks schaut hier: http://appexam.com/?p=4008

 

Steuerung

A propo Steuerung: Während man bei Paradise Island das Gefühl hat, dass das Spiel wirklich für einen Touchscreen entwickelt wurde, aber dennoch die Funktionstasten unter Android gerne mitnutzt, kommt die Umsetzung des wohl eigentlich als Facebook-Spiel konzipierte Millionaire City (7 Millionen Nutzer) eher hakelich und nicht durchdacht vor.

Eine fortgeschrittene Vergüngungsmeile bei Paradise Island

Die Bedienungselemete sind klein und reagieren wie nahezu die ganze Anwendung eher sporadisch und mit Verzögerung. Beide Spiele sind eigentlich auf Englisch, doch Millionaire City bietet unter den Einstellungen auch die Möglichkeit neben Englisch auch unter anderem Deutsch, Spanisch, Französisch und Italienisch - sofern man die Übersetzung denn als solche akzeptieren kann. Denn wenn Teile immer noch auf Englisch sind und die Funktion “Vertrag abschließen” auf einmal zu “signieren” wird, dann liegt der Verdacht sehr nahe, dass hier eine Übersetzung a la Google Translate vorliegt. Auch im Vergleich zu Paradise Island sehen die Gebäude einfach nicht so knackig aus, zu mal man bei bei ersterem auch noch bequem stufenlos mit zwei Fingern zoomen kann.

 

Gameplay

Um die eigene Stadt auszubauen, braucht man Geld. Dieses bekommt man, indem man in beiden Spielen jeweils verschiedene Gebäude anlegt und mit Straßen verbindet, sodass sie nach einiger Zeit fertig gestellt zum Vermieten und/oder anderweitig Geld einbringen bereit stehen. Auf der Insel werden neben reinen Geld jedoch auch Arbeitskräfte und durch Wind- und Solaranlagen gewonnener Strom benötigt.

Ein Levelup bringt zusätzliches Geld und kaufbare Objekte/Erweiterungen des Gebiets mit sich

Für jede Aktion bekommt man einige Erfahrungspunkte, die nach und nach die Levelanzeige füllen und somit neue Gebäude und Spielinhalte freischalten. Je länger man spielt, desto mehr Auswahl hat man also. Und diese neuen Gebäude werden auch gebraucht, denn wer hoch hinaus will, braucht auch größere Gebäude, die mehr kosten aber auch deutlich mehr abwerfen! Wer jetzt denkt, dass die beiden Spiele ungemein viel Zeit fressen, der oder die hat recht, doch glücklicherweise laufen sie auch weiter, wenn man die Anwendung geschlossen hat um dann beim erneuten Öffnen der Apps vor Gebäuden steht, die nur darauf warten, dass der Gewinn abgeholt wird.

Da jedoch der Platz nur begrenzt ist, bieten beide Spiele zusätzlich, mit der Zeit freigeschaltete Gebiete an, in den man nun auch siedeln und sich vergnügen kann. Daneben lassen sich die Gebäude bei Paradise Island auch ausbauen, sodass sie mehr einbringen. In der Bauphase jedoch kommt kein Geld rein. Daneben geht auch mal das eine oder andere kaputt, sodass man sich ab und zu mit den Reperaturarbeiten an verschiedenen Gebäuden abfinden muss und entsprechende Geldreserven vorbehalten sollte.

 

Micropayment

In beiden Spielen existieren einmal $ als normale Währung und dann Piastres (Paradise Island, auch mit € gezeigt) und Vermögen/Fortune (Millionaire Island), welche entweder gar nicht oder nur selten im Spiel selber erhältlich sind, jedoch für bestimmte Gebäude benötigt werden. Damit man jedoch diese Spezialwährungen bekommt, muss man echtes Geld investieren, ein System, was bei vielen Browserspielen, insbesondere auf Facebook, bereits erfolgreich erprobt ist, aber dennoch nerven kann. Wenigstens kommt Paradise Island dafür komplett werbefrei vorbei, was man vom Konkurrent leider nicht sagen kann: bei jedem Spielstart muss man sich einen animierten Werbebanner mehrere Sekunden ansehen, bevor man fortfahren kann, auch wenn kein Internet vorhanden ist (beide Spiele funktionieren glücklicherweise ohne Internetverbindung). Daneben poppt regelmäßig ein Fenster auf, dass man bitte mal sein Vermögen erhöhen solle, bevor dieses “Angebot” nicht wieder geschlossen ist, geht’s nicht weiter.

Zur längeren Motivation haben beide Spiele auch Erfolge wie eine bestimmte Menge Geld sammeln oder X Gebäude bauen eingebaut. Selbst mit den zu vor genannten Umtauschaktionen mit echtem Geld wird so es nicht möglich sich einfach auf das Maximallevel zu kaufen, dahin zu kommen jedoch stark erleichert, worunter jedoch der Spaß schnell leiden dürfte.

 

Fazit

Beide Apps haben ihren eigenen Charme, mir jedoch hat Paradise Island allein schon auf Grund der Steuerung und der Optik deutlich mehr zugesagt. Jedoch darf man trotz allem nicht vergessen, dass beide Spiele leider keine wirklichen Forderungen an den Spieler haben, die man nicht mit genug Geduld (oder echten €s)  bequem lösen könnte. Im Gegensatz zum Original SimCity gibt es keine größeren Aufgaben und auch keine Erdbeben, Wirbelstürme, Außerirdische oder Feuer, die das bisher gebaute bedrohen. Auch sind keine Abhängigkeiten außer einer Straßenanbindung vorhanden, Ansätze einer Wirtschaftssymulation/Tycoon sucht man also lange.

Dennoch kann ich jedem Android-Besitzer zumindest Paradise Island als erfrischendes Spielchen für Zwischendurch zum Zeitvertreib bis zum echten Sommerurlaub mehr als nur empfehlen. Auch iOS-Besitzer gehen nicht leer aus, denn es gibt auch eine Version im Appstore, auch wenn diese ein leicht anderes Interface hat, dem Anschein nach von einer anderen Firma entwickelt wurde und im Gegensatz zur Android-Version nicht umsonst zu haben ist, doch mit 79 Cent macht es sich in meinen Augen immer noch gut. Wer jedoch gar kein Touch-Gerät besitzt, der kann immer noch auf Facebook das Spiel unter dem Namen Resort World mal ausprobieren

 

Absolut Lesenswert für Dich : »

  1. Kultspiel Monkey Island gratis für den Mac Der Kultklassiker im Bereich Point&Click-Spiele Monkey Island (veröffentlicht 1990) ist bis Mittwoch auf der Seite MacUpdate Promo gratis zu bekommen...
  2. Angry Birds nun auch auf Android Wenn man im Android-Market nach dem iPod/iPhone-Spielhit “Angry Birds” sucht, so findet man nun die Portierung des süchtig machenden Spiel...
  3. Amazons eigener Android-Appstore Heute hat der Versandtriese Amazon einen eigenen Appstore für die Android-Plattform gelauncht, welcher allerdings bisher nur US-Amerikanischen Nutzern zur Verfügung...

Pascal
ist seit 2010 bei Appexam als Autor tätig. Als bekennender Technikfan ist er immer auf der Suche nach neuen Spielzeugen und offen für unabhängige Tests. Auch zu finden auf Google+

Jetzt Teilen

Weiterlesen »

2 Kommentare zu “SimCity Klone auf Android & iOS: Paradise Island&Millionaire City”

  1. [...] kurzem haben wir einen kleinen Test über die beiden Strategie-Spiele Paradise Island und Millionaire City gehabt. Da bei beiden Spielen nahezu grundsätzlich das Geld zu knapp ist um weitere Gebäude zu [...]

  2. [...] unserem Testbericht über Paradise Island ist der Entwickler Game Insight wie berichtet an uns herangetreten und hat uns die schöne [...]

Deine Meinung?

© 2012 Appexam. All rights reserved. Site Admin · Entries RSS ·
Powered by WordPress · Designed by Theme Junkie
   •    Portfolio   •   Kooperationen   •   Reviews   •   Kontakt   •   Autoren  •   Impressum